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Deutsche Meisterschaften der Männer und Frauen

SV Luftfahrt Ringen Berlin bester Verein bei den Deutschen Meisterschaften im Frauenbereich


Erstmals wurden die Deutschen Meisterschaften der Männer im Freistil und griechisch-römischen Ringkampf, aber auch die nationalen Titelkämpfe der Frauen an einem Ort ausgetragen. Heidelberg empfing vom 9. bis 11. Juni die komplette deutsche Ringerelite im SNP-Dome, wo vor allem bei den Kämpfen am Samstag über 1500 Zuschauer für großartige Ringkampfstimmung sorgten.


Die Ringer und Ringerinnen aus der Bundeshauptstadt Berlin erfüllten die Erwartungen des Trainerteams. Bei den Frauen gab es einen Favoritensieg durch Lisa Ersel (50 kg/SV Luftfahrt Berlin), die erst vor zwei Wochen den Bund der Ehe mit dem Griechisch-Römisch-Ringer Andre Ginc einging und nun ebenfalls den Namen Ginc trägt. Den Schwung aus der Hochzeit nahm die Hauptstädterin mit in die Titelkämpfe und bezwang selbst noch im Finale Emilie Haase (KSC Hösbach) souverän mit 10:5 Punkten. In der Vorrunde wies die Ringerin vom SV Luftfahrt Ringen ihre Kontrahentinnen Darja Prieb (ASV Neumarkt), Sina Egger (SV Kempten) und Sina Moosmann (KSV Tennenbronn) vor Ablauf der Kampfzeit in die Schranken, ohne einen einzigen Kampfpunkt abzugeben.


Auch Laura Kühn (76 kg/SV Luftfahrt Ringen) kämpfte sich mit souveränen Erfolgen über Jessica Matisch (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.), Kimberly Hoyer (ASV Hüttigweiler) und Kyra Quast (AC Mühlheim a. R.) ins Finale, wobei sie alle Kämpfe durch technische Überlegenheit oder Schultersieg vorzeitig gewann und zudem ohne Punktverlust blieb. Im Finale selbst stand Laura Kühn ihrer Trainingspartnerin Francy Rädelt (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) gegenüber, die bereits bei Welt- und Europameisterschaften der Frauen Erfahrungen sammelte und diese auch bei nationalen Wettkämpfen ausspielt. Doch beim 0:5 hielt Laura Kühn gegen die Titelfavoritin ordentlich mit - ein Ergebnis, das für Selbstbewusstsein bei der Hauptstädterin sorgen sollte.


Schwer hatte es Olivia Andrich (55 kg/SV Luftfahrt Ringen), die gegen die komplette deutsche Spitze der Frauen kämpfen musste. Gegen die Bronzemedaillengewinnerin der diesjährigen Europameisterschaft Annika Wendle (ASV Altenheim) hielt die junge Ringerin aus der Hauptstadt beim 1:7 gut mit, setzte sich im zweiten Duell gegen Rebekka March vom SV Warnemünde durch, musste dann aber gegen die spätere Deutsche Meisterin Anastasia Blayvas eine weitere Niederlage quittieren, stand damit jedoch im Kampf um Bronze. Doch auch in diesem Duell traf sie mit Nina Hemmer (AC Ückerath) auf eine erfahrene Ringerin, die schon viele Medaillen bei internationalen Meisterschaften geholt hat, wobei Olivia Andrich, deren Zeit im Frauenbereich erst noch kommt, die Niederlage beim 0:6 in Grenzen hielt. Platz 4 dürfte ebenfalls als Erfolg für die junge Dame gewertet werden, die noch im Vorjahr den Europameistertitel bei den Juniorinnen gewann.


Eine starke Leistung bot ‚Heimkehrer‘ Richard Schröder, der erst vor wenigen Wochen vom 1. Luckenwalder SC zurück zu seinem Heimatverein SV Luftfahrt Berlin wechselte. Richard Schröder entschied sich zum Jahreswechsel am Stützpunkt in Heidelberg zu trainieren und das Startrecht für Einzelwettbewerbe an seinen ursprünglichen Verein, bei dem er einst das Ringer-A-B-C erlernte, zurückzugeben. In Heidelberg bezwang Richard Schröder zunächst Maximilian Kahnt (RSV Greiz), musste danach jedoch eine 2:7-Punktniederlage gegen den späteren Finalisten Gregor Eigenbrodt (KSV Witten) quittieren. Mit einem 7:6-Arbeitssieg über Hannes Thiesler vom AC Taucha kämpfte sich Richard Schröder ins kleine Finale um Bronze, wo er Christian Hermann (VfK Schifferstadt) gegenüber stand, den er klar mit 6:0 Punkten auf den fünften Rang verwies und sich damit Bronze sicherte.


Unzufrieden blickte Daniel Sartakov (79 kg/SV Luftfahrt Ringen) drein, der sich für diese Titelkämpfe viel vorgenommen hatte. Nach klaren Überlegenheitserfolgen über Friedrich Schröder (1. Luckenwalder SC) und Igor Makuch (KSV Köllerbach) musste Daniel Sartakov eine überraschende und auch klare 0:7-Niederlage gegen den späteren Überraschungssieger Lucas Kahnt (RV Thalheim) hinnehmen und landete damit statt im Finale in der Hoffnungsrunde. Dort setzte sich Sartakov gegen den DRB-Auswahlringer Beat Schaible (KSV Kirchheim/N.) mit 5:2 Zählern durch und katapultierte sich damit ins kleine Finale um Bronze.

Gegen den Titelverteidiger Marcel Käppeler (KSV Taisersdorf) musste der Ringer vom SV Luftfahrt Ringen eine erneute Niederlage quittieren (3:10) und beendete damit die Titelkämpfe auf dem 5. Rang.

Nicht in die Kämpfe um vordere Platzierungen konnte Deward Stier (70 kg/SV Luftfahrt Ringen) eingreifen, der zum Auftakt dem späteren Bronzemedaillengewinner Julien Zinser vom KSV Rimbach mit 0:8 Punkten unterlag und damit aus dem Titelrennen ausschied.


Mit dieser Gesamtleistung von einem Titelgewinn durch Lisa Ginc und dem Silberrang, den Laura Kühn verbuchte, sowie Platz vier durch Olivia Andrich gewann der SV Luftfahrt Berlin die Vereinswertung bei den Frauen vor dem SV Warnemünde, dem KSV Köllerbach und dem RSV Hansa 90 Frankfurt(O.) unter insgesamt 41 angereisten Vereinen aus ganz Deutschland !


Der SV Preußen Berlin trat mit zwei Athletinnen in Heidelberg an, die beide auf dem ‚undankbaren‘ vierten Rang über die Ziellinie schlitterten. Sonja Nguyen (59 kg) bekam es mit gleich zwei EM-Drittplatzierten DRB-Damen zu tun, gegen Elena Brugger (TuS Adelhausen) und Sandra Paruszewski (AV Sulgen) musste die junge Berlinerin Niederlagen hinnehmen. Einen Sieg verbuchte sie gegen Ellen Oberbach vom AC Mühlheim a. R., stand jedoch im kleinen Finale mit Naemi Leistner (RV Thalheim) einer weiteren DRB-Auswahlringerin gegenüber, gegen die sie mit 2:7 den Kürzeren zog und Platz 4 in der Endabrechnung dieser Gewichtsklasse belegte.


Die erst 16-jährige Mina Witt (65 kg) schlug sich gegen starke Konkurrenz ebenfalls achtbar. Die Ringerin aus der Talentschmiede von Landestrainer Winfried Gaul gewann gegen Lisa Höflich (KSV Waldaschaff), musste jedoch gegen Gerda Barth (FCE Aue), der EM-Dritten von 2023 Luisa Niemesch (SVG Weingarten) und gegen Sara Schullian (AB Aichhaulden) Niederlagen hinnehmen. Platz vier für die junge Ringerin aus der Hauptstadt.


Mit zwei Griechisch-Römisch-Spezialisten vom TRV Berlin reiste Trainer Ramazan Aydin nach Heidelberg, die jedoch in stark besetzten Gewichtsklassen vor schweren Aufgaben standen. Serdar Durmus (72 kg) gewann sein Auftaktduell gegen Andre Ehrmann vom KSV Musberg mit 3:2 Punkten, zog jedoch im zweiten Duell gegen den späteren Drittplatzierten Niklas Ohff (KFC Leipzig) den Kürzeren. Da Ohff das Finale verfehlte, konnte Serdar Durmus auch nicht mehr in der Hoffnungsrunde neu ins Kampfgeschehen eingreifen und schied aus.


Nur ein Duell bestritt Tolgahan Önder (72 kg), der gleich auf den Deutschen Vizemeister des Vorjahres Witas Behrendt (RS Sudenburg) traf und mit 1:8 Punkten das Nachsehen hatte.


Die Athleten und Athletinnen des Berliner Ringer-Verbandes haben die gesteckten Ziele in Heidelberg erreicht. Der Sieg des SV Luftfahrt Berlin in der Vereinswertung der Frauen und der 5. Rang in der Länderwertung unterstreichen die geleistete Arbeit der letzten Monate. Im Freistilbereich glänzte Richard Schröder mit Bronze, während sich Daniel Sartakov über die verpasste Medaille wohl selbst am meisten ärgert.

Schwer haben es derzeit die Ringer im griechisch-römischen Stil. Doch auch hier rücken junge Athleten nach, die auch schon bei den Titelkämpfen im Nachwuchsbereich Ausrufezeichen setzten.


Die Ergebnisse können über die Liga-DB aufgerufen werden.



Text: Jörg Richter

Bilder: Simone Reinke, Jörg Richter, DRB

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